Wie funktioniert ein ROADM?

Ein re-konfigurierbarer optischer Add-Drop-Multiplexer (ROADM) ist eine Form des optischen Add-Drop-Multiplexers, der die Fähigkeit zur ferngesteuerten Umschaltung des Datenverkehrs eines WDM-Systems auf der Wellenlängenschicht hat.

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Dies ermöglicht es, einzelne Wellenlängen-Kanäle der transportierenden Glasfaser hinzuzufügen oder auszukoppeln ohne dabei alle WDM-Kanäle optisch-elektrisch-optisch konvertieren zu müssen.

Vorteile des ROADM

Die wesentlichen Vorteile des ROADM sind:

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  • Die Planung der gesamten Bandbreitenzuordnung muss nicht während des  erstmaligen Einsatzes eines Systems durchgeführt werden.
  • Die Konfiguration kann vorgenommen werden, wie und wann erforderlich.
  • ROADM ermöglicht die Remote-Konfiguration und Re-Konfiguration.
  • Da die Routen von Signalen nicht vorab bekannt sind, besteht eine Notwendigkeit eine Leistungsbalance vornehmen zu können. ROADMs können für ein automatisches Power-Balancing sorgen.

 

ROADM-Funktionalitäten wurden ursprünglich nur in Langstrecken-DWDM-Geräten eingesetzt. Seit 2005 wurden auch in Metronetzen ROADM-Funktionen erforderlich, um auch dort den immer größer werdenden Verkehr durch paketbasierte Dienste abwickeln zu können.

Schalt- oder Re-Konfiguration eines ROADM

Die Schalt- oder Re-Konfiguration eines ROADM wird erreicht durch eine Vielzahl von Switching-Technologien wie:

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  • MEMS (Mikrosysteme)
  • Flüssigkristall
  • thermo-optische und Lichtstrahlsteuerungsschalter in planbaren Wellenleiter-Schaltungskreisen
  • abstimmbare optische Filter-Technologie. 
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