Kabel- & Rohrdurchmesser
Es gibt verschiedene Einblas- & Kabelsysteme
abhängig von der Netzebene.
Das Feeder bzw. Distribution-Netz (NE3) verwendet Mikrokabel, typischerweise 12 bis 432 adrig.
Im Zugangsnetz „Last mile“ bei Fiber-to-the-home (FTTH) Installationen, werden 1 bis 12 adrige Kabel eingesetzt.
Neben Hausanschlüssen werden diese Systeme auch in Hotels, Krankenhäusern, Unternehmen und Universitäten eingesetzt.
Ein Druckluftkompressor, der einen dem Röhrchendurchmesser entprechenden Druck und Volumenstrom aufbauen kann, lässt das Glasfaserkabel im Kunststoffrohr auf einem Luftpolster gleiten, während es mit einem Rollen- oder Kettenantrieb eingeschoben wird. Wobei der Luftstrom (siehe „Luftstromprinzip“ unter „Herstellerempfehlungen“) nach einigen Metern auch zum Vortrieb des Kabels beiträgt. Die Einblasgeschwindigkeit ist von vielen Faktoren abhängig.

Einige Netzbetreiber, zum Beispiel die DTAG verlangen eine Protokollierung und Dokumentation des Einblasvorgangs, um sicherzustellen, dass das Kabel nicht gestaucht oder anderweitig beschädigt wird. Die Röhrchen oder Microducts in die diese Kabel eingeblasen werden bestehen aus einem robusten und gleichzeitig biegsamen Material und werden meist in Rohrverbänden von bis zu 24 farblich gekennzeichneten Röhrchen verlegt.
Verbindungsstücke und Abzweiger ermöglichen es den Installateuren Punkt-zu-Punkt Verbindungen ohne Spleißmuffen bis zum gewünschten Zielpunkt zu erstellen. So ergibt sich eine kostengünstige Kabelverlegung. Daraufhin folgt die Anbindung des Glasfaserkabels an die vorhandene Infrastruktur am Start- und Zielpunkt, was je nach Netzebene Spleiß- oder Steckverbindungen sein können.
Logischerweise unterscheiden sich die Einblasmaschinen je nach Anforderung und Netzebene sehr deutlich voneinander

Ganz einfach gesprochen, könnte man mit einer mächtigen MultiFlow im Zugangsnetz, NE3 nichts anfangen, da sie schon von den Dimensionen gar nicht handhabbar wäre. Deshalb gibt es kleine Maschinen, wie das Hexatronic "ABF Tool" oder die NanoFlow, die klein, leicht und handlich sind. Das sind Spezialisten für kürzere Distanzen und kleinere Durchmesser. Dafür benötigen Sie auch nur kompakte und günstige Kompressoren, denn die Anforderungen an den Volumenstrom sind hier geringer.
Wie schon erwähnt, wachsen mit den Distanzen und der Kabelstärke notwendigerweise auch die Einblasmaschinen.
Während die Glasfaser-Verkabelung im Haus oft von Elektroinstallateuren vorgenommen wird, sind es im Zugangsnetz entweder Tiefbauer oder zunehmend die Netzbetreiber selbst, die die Kabel einblasen.
So oder so wird in der Regel eine Protokollierung des Einblasvorgangs gefordert. Die Deutsche Telekom ist besonders anspruchsvoll - nicht umsonst steht sie im Ruf, die zuverlässigsten Netze anzubieten! Entsprechend wird die Technik geprüft und nur dann freigegeben, wenn alle Vorgaben, sowohl technisch, als auch vom Protokoll her, erfüllt werden. Aktuell ist die MicroFlow LOG von der DTAG freigegeben und die brandneue MicroFlow SMART wird aktuell für noch anspruchsvollere Aufgaben geprüft. Alle bisher genannten Maschinen sind nicht nur im Vertrieb von Opternus, sondern werden auch im eigenen Haus gewartet!
Für das s.g. Backbone-Netz NE2/NE1 kommen die großen Maschinen zum Einsatz, die dann auch Kompressoren benötigen, die entweder mit dem LKW transportiert werden müssen, oder auf einem Fahrgestell montiert sind.
Gut zu wissen:
Diese Einblastechnik wird von Spezialisten für diesen Bereich vertrieben. Der Hersteller ist unser Partner Fremco.