Spleiss-Tipp von Fujikura: So funktioniert Kernzentrierung!

"Spleiss-Tipp" zur Notwendigkeit des Fokus-Motors bei einem kernzentrierenden Spleissgerät

Fujikura erläutert, warum diverse Geräte überhaupt keine (vernünftige) Kernzentrierung ausführen können.

Die Notwendigkeit eines Fokus-Motors

Fujikura hat kürzlich die Information erhalten, dass einige Anbieter Chinesischer Spleissgeräte, mantelzentrierende Geräte als kernzentrierende Spleisser deklarieren, obwohl diese nur 4 Motoren besitzen: ZL, ZR, X und Y.

Es ist eigentlich unnötig zu sagen, dass ein Fokus-Motor unerlässlich ist, um eine korrekte Kernzentrierung auszuführen!

Diese Abbildung zeigt, wie eine Kernzentrierung funktioniert:

wissen-spleiss-tipp-fujikura-abbildung

Eine LED beleuchtet die Faser von links. Wir betrachten den Lichtstrom als parallel. Aufgrund der unterschiedlichen Brechungsindizes von Mantelglas und Kern verdichtet sich ein Teil der Strahlung (Linseneffekt). Indem wir die Fokusebene entsprechend einstellen, können wir diesen Punkt erfassen. Wir sehen ihn als weiße Linie im Display des Spleissers.

Die obere Abbildung zeigt eine Standard SM Faser. Die untere Abbildung zeigt eine Faser mit kleinerem Kerndurchmesser.

Man sieht den Unterschied auf den entsprechenden Fokusebenen. Folglich hängt die Fokusebene vom Kerndurchmesser ab. Der Fokus-Motor stellt die Fokusebene entsprechend ein, passend zum Fasertyp.

Inzwischen sind viele Arten von Fasern auf dem Markt. Zum Beispiel BIF, biegeunempfindliche Fasern, haben einen anderen Kerndurchmesser als Standard Singlemode Fasern. Um die beiden Fasertypen miteinander zu verspleissen, ist eine sehr genaue Positionierung der Fokusebene erforderlich.

Ein echtes “kernzentrierendes Spleissgerät” muss mit mindestens 6 Motoren ausgestattet sein: ZL, ZR, X, Y und Fokus X, Fokus Y. 4-motorige Spleissgeräte können keine kernzentrierenden Geräte sein.

+++Issued by Engineering Division of Fusion Splicer Department+++

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