Hochschule Ostfalia in Wolfenbüttel freut sich über 60 km Einmodenglasfasern von Opternus

Neues Labor für Optische Informationsübertragung ermöglicht Studierenden fundierte Ausbildung

60 Kilometer Einmodenglasfasern gespendet

Studierende der Elektro- und Informationstechnik sowie des Wirtschaftsingenieurwesens Elektro- und Informationstechnik an der Ostfalia Hochschule für angewandte Wissenschaften werden künftig noch fundierter im Breitbandausbau der Internetinfrastruktur mit Glasfaserkabeln ausgebildet. Möglich wird dies durch den Aufbau eines neuen Labors für Optische Informationsübertragung in der Fakultät Elektrotechnik der Ostfalia 

Im neuen Labor untersuchen Studierende mit modernen Messgeräten die wichtigen Eigenschaften optischer Sender und Empfänger, also von Laserdioden, LED für infrarote Strahlung und von Photodioden bzw. ganzen Empfangsbaugruppen.  Auch das charakteristische Verhalten der aus Glasfasern bestehenden Übertragungs-strecken sowie ihre Verbindungstechniken können genau analysiert werden. So ist es z. B. möglich, die Bitfehlerrate schneller Signale (mit Datenraten von bis zu 12,5 Gigabit pro Sekunde) genau zu messen. „Solch hohe Datenraten werden unter anderem bei der breitbandigen Internetversorgung innerhalb und zwischen Orten verwendet“, berichtet Prof. Dr. Peter Stuwe, Dekan der Fakultät Elektrotechnik. Des Weiteren verfügt das Labor über einen optischen Spektrumanalysator mit dem die Ausgangsspektren verschiedener optischer Quellen oder Signalströme auf LWL-Strecken charakterisiert werden können.

Auch das wichtigste Messverfahren der optischen Nachrichtentechnik kann von den Studierenden praktisch durchgeführt werden: Durch Rückstreumessungen an LWL erfahren sie, wie die Qualität langer Übertragungs-leitungen analysiert und dokumentiert werden kann, obwohl die gesamte Leitung zur Messung nur von einer Seite aus zugänglich ist, was bei der Fehlerortung in Glasfaserkabeln die Regel ist.

Hochschule Ostfaliia

Freuen sich über die gespendeten Glasfasern der Opternus GmbH – Optische Spleiss- &Messtechnik (von links): Björn Ahrend, M.Eng. und Prof. Dr. Peter Stuwe am neuen Bitfehlerratenmessplatz im Labor für Optische Informationsübertragung der Ostfalia.

„Nur durch die vom Land Niedersachsen bereitgestellten Studienqualitätsmittel war es möglich, die hierfür benötigten Einrichtungen und Messgeräte zur Verbesserung der Qualität des Studiums an der Fakultät Elektrotechnik zu beschaffen“, sagt Dekan Stuwe. Unterstützt wurde der Aufbau des Labors auch durch Spenden aus der Wirtschaft. So hat das Unternehmen Opternus GmbH – Optische Spleiss- & Messtechnik den Aufbau durch eine großzügige Spende von circa 60 Kilometern Einmodenglasfasern vorangebracht. Mit diesen Glasfasern werden Teststrecken konfiguriert, die als Messobjekte in verschiedenen Teilversuchen, beispiels-weise zur Untersuchung von Dämpfungs- und Dispersionseigenschaften der LWL-Strecken genutzt werden.

Mit rund 13.000 Studierenden, zwölf Fakultäten und 21 Instituten zählt die Ostfalia zu den größten Hochschulen in Niedersachsen. An den Standorten Salzgitter, Suderburg, Wolfenbüttel und Wolfsburg ist die staatliche Hochschule mit insgesamt ca. 900 Beschäftigten – darunter rund 220 Professuren – vertreten. Das vielfältige Netzwerk der Hochschule bzw. ihre guten Kontakte zu Unternehmen und externen Einrichtungen gewährleistet eine optimale Ausrichtung der Lehrinhalte an den Anforderungen des Arbeitsmarktes. Zugleich erhalten die Studierenden Gelegenheit, ihre Kenntnisse in diesem Umfeld gewinnbringend einzusetzen und zu vertiefen.

siehe auch hier (Externer Link: www.ostfalia.de)

Text: Peter Stuwe, Ostfalia Hochschule; Hans Joachim Erichson, Opternus GmbH; Foto: Bärbel Banko, Ostfalia

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