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DIN EN ISO 9001

FTTx

FTTX PON OTDR Messung mit FTB-7300

Beispiel OTDR Messung im FTTx PON Netz hier mit EXFO FTB-200 und OTDR-Modul FTB-7300E
Beispiel OTDR Messung im FTTx PON Netz mit dem Spezial OTDR EXFO FTB-7300E

 

FTTx ist ein Oberbegriff. In schnell wachsender Zahl von Anschlussbereichen werden Lichtwellenleiter in Gebäude (FTTB) und nicht selten auch in die Wohnung (FTTH) des Kunden verlegt "fiber-to-the-home". Netzbetreiber sind derzeitig häufig Stadtwerke oder deren Töchter für Telekommunikation. Konzepte für die Verkabelung sind entwickelt. Bei Point to Point Verkabelungen (P2P) wird der Mehraufwand an Fasern und Kabeln durch entsprechende einfache Netzstrukturen und letztlich langfristiger Bandbreitenreserve kompensiert. Bei Point to Multi-Point Verkabelungen (PON) steht dem reduzierten Aufwand an Fasern und Kabeln eine Herausforderung in Bezug auf Messtechnik und Elektronik für die Bandbreitenzuweisung jedes einzelnen Kunden gegenüber. Lösungen für alle Konzepte sind vorhanden und auf deutsche Verhältnisse angepasst, schließlich sind unsere Nachbarn in Skandinavien, BeNeLux und Italien schon  um einiges fortgeschritten; von asiatischen und amerikanischen Vorreitern ganz zu schweigen.

Schlüssel für einen wirtschaftlichen Betrieb eines Netzbetreibers ist dessen Anschlussquotient (Verhältnis von tatsächlichen Kunden zu erreichbaren Kunden). Neben den technischen Vorteilen eines Breitbandanschlusses muss der Kunde von der einfachen Installation der "neuen Technik" überzeugt werden. Hierzu zählen z. B. robuste Endgeräte, die auch nach einer Wohnungsrenovierung noch funktionieren. Ebenso muss der Netzbetreiber seine Monteure bzw. Subunternehmer mit Werkzeugen ausstatten, die der Aufgabe angepasst sind. Statt vieler Spleissverbindungen in einer Vermittlungsstelle oder einer Kabelmuffe sind nur eine oder zwei Fasern je Kunde/je Einsatzstelle zu verarbeiten. Folglich müssen die Werkzeuge also handlich, kostengünstig und mit wenig Rüstzeit einzusetzen sein. Auch wenn vieles für das bewährte Anspleissen eines Glasfaser Pigtails spricht, sind mechanische Spleisse oder Steckerspleisse eine überlegenswerte Alternative. Die Dämpfungsanforderungen an eine Verbindungsstelle sind hier weniger kritisch, da das Dämpfungsbudget in der Regel mehr Spielraum zulässt.
Neben der technischen Unterweisung ist zu berücksichtigen, dass die Installationsarbeiten zu einem großen Teil beim Kunden ausgeführt werden und kundenorientiertes Handeln und Auftreten des Monteurs ein Baustein für die Akzeptanz der "neuen Technik" ist.
Grundvoraussetzung ist die Beherrschung der klassischen LWL-Installations- und Messtechnik. Im Umfeld der OTDR- oder Dämpfungsmessung sei auf einen sorgfältigen Umgang mit optischen Steckverbindern hingewiesen. Schließlich sind immer noch (zu) viele Störungen auf verschmutzte oder beschädigte Steckverbinder zurückzuführen. Die Herausforderung für den weniger erfahrenen Techniker besteht zusätzlich darin die Funktionsweise eines PON-Netzes zu verstehen und Messungen bei den "richtigen Wellenlängen" auszuführen.
Grundsätzlich bieten PON-Netzwerke einen Vorteil in Bezug auf Faser- und Kabelaufwand. PON Netzwerke nutzen eine begrenzte Zahl von Fasern, die die Vermittlungsstelle verlassen und erst auf dem Wege zum Kunden durch (passive) Bauteile verzweigt werden. Diese Technik wird möglich, da die Faser eine enorme Bandbreite zur Verfügung stellt, die die spätere Aufteilung auf mehrere Teilnehmer zulässt. Derzeit gebräuchlich ist eine Aufteilung auf 32 oder 64 Teilnehmer. Nachteilig ist, dass für den Betrieb ein höherer elektronischer Aufwand nötig ist. Die Informationen zum Kunden werden per Broadcast übertragen, und es muss Vorkehrungen geben, dass jeder Teilnehmer den für ihn bestimmten Teil herausfiltert. In Gegenrichtung muss jedem Teilnehmer in einem Zeitmultiplexsystem Bandbreite zugewiesen werden, wie es seinem Tarif, der Datenpriorität (z.B. VOIP) und der Netzbelastung entspricht. Messverfahren